Digitales Tarifsystem - Steigerung der Attraktivität des ÖPNV

Digitales Tarifsystem

War 1984 die Einführung der Umweltkarte ein Meilenstein für die Entwicklung des ÖPNV in und um Freiburg, so ist diese heute in die Jahre gekommen. Die analogen Einheitstarife von gestern sind heute nicht mehr zeitgemäß. Sie bilden nicht immer die tatsächliche Nutzung des Kunden ab. So sind zum Beispiel Einzelfahrscheine für Kurzstrecken deutlich überteuert und keine Motivation vom Auto in Bus oder Bahn umzusteigen. 

Stadtrat Sascha Fiek: „Wir brauchen in Freiburg ein modernes Tarifsystem, welches die tatsächliche Nutzung des ÖPNV widerspiegelt. Statt in Trippelschritten ein Kurzstreckenticket zu einzuführen, wäre jetzt die passende Gelegenheit ein Digitales Tarifsystem zu etablieren. In anderen Ländern und Städten wird dies bereits praktiziert. Der Kunde kann via Smartphone oder Karte mit nfc-Chip beim Einstieg einchecken und beim Ausstieg auschecken. Es wird dann nur die tatsächlich gefahrene Strecke berechnet. Gelegenheitsfahrer kommen dadurch günstiger weg. Dieses System stellt eine echte Alternative zum Auto dar und kann Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg animieren.“

Die FDP Stadträte bitten gemeinsam mit den Grünen die Verwaltung darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der ÖPNV in der Region Freiburg zu modernisieren ist und auf streckenbasierte Tarife mit digitalen Abrechnungsverfahren umzustellen ist. Freiburg ist gut beraten, in dieser Frage mutig voranzugehen und mit seinem Tarifsystem in das moderne Zeitalter aufzubrechen, um die digitalen Möglichkeiten auszuschöpfen. Dann werden wir noch mehr Nutzerinnen und Nutzer für den ÖPNV gewinnen und gleichzeitig ein System verwenden, mit dem eine präzise, gerechte und einfache Abrechnung für alle Beteiligten möglich sein wird.

Zurück