Voraussetzungen für neuen Wohnraum schaffen

Neuen Wohnraum schaffen

Viel wurde in letzter Zeit über den Wunsch nach mehr bezahlbarem Wohnraum geredet, doch getan wird aus Sicht der FDP-Stadträte zu wenig, um diesem Ziel tatsächlich näher zu kommen. Derzeit überschlägt sich der Gemeinderat förmlich vor immer neuen Satzungen, Vorgaben und Regulierungen, mit denen die Entstehung neuen Wohnraums meist verhindert statt befördert wird.

Auch reicht es nicht, eine 50%-Quote für geförderten Mietwohnungsbau anzupreisen, ohne die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Quote überhaupt realisiert werden kann. Die Freiburger Stadtbau wird derzeit von Verwaltung und Gemeinderat in eine Situation manövriert, in der sie wirtschaftlich nur noch durch Hilfen aus dem allgemeinen Haushalt überleben kann. Damit lassen sich dann zwar punktuell staatlich subventionierte Mieten unterhalb jeglicher Wirtschaftlichkeitsgrenze darstellen, doch gleichzeitig sinkt das Potenzial der städtischen Gesellschaft, größere Bautätigkeit zu entfalten.

Für FDP-Stadtrat Christoph Glück ist die Sachlage daher klar: “Wer mehr Wohnraum will, muss an vielen Stellschrauben drehen. Wir brauchen mehr Mut bei der Ausweisung neuer Flächen, wir brauchen eine Neujustierung der baulandpolitischen Grundsätze, wir brauchen eine Reduktion bei den Baukosten und vor allem brauchen wir wirtschaftliche Rahmenbedingungen, unter denen neben der Stadtbau auch die Wohnbaugenossenschaften und private Bauträger bezahlbaren Wohnraum schaffen können. Dazu werden wir dann vor allem bei Neubauten so ehrlich sein müssen, realistische Vergleichsmieten über Gutachten zu erstellen, anstatt nur auf einen Mietspiegel zu schauen, der schlussendlich den geförderten Mietwohnungsneubau behindert.“ 

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