Ein ganz alltäglicher Fall in Freiburg. (Tatsachenbericht)

Die Familie Tomberg* wohnt mit zwei Kindern  im Stadtteil St. Georgen. Beide Eltern berufstätig. Beide Kinder in der Grundschule. Die Drei-Zimmer-Wohnung ist viel zu klein. Seit Jahren sucht diese Familie nach einer größeren Wohnung. Am liebsten würden sie Eigentum erwerben. Doch das Ersparte reicht höchstens, um die Grunderwerbsteuer zu zahlen. An eine Anzahlung für eine Immobilie ist trotz niedriger Zinsen nicht zu denken. Die explodierten Mietpreise in Freiburg machen es unmöglich, in Freiburg zu bleiben. Ihnen bleibt nur der Umzug in eine Umlandgemeinde, in der die Mietpreise noch halbwegs erträglich sind.

Die Kinder werden ihre gewohnte Umgebung aufgeben müssen; die Eltern werden sich ein zweites Fahrzeug anschaffen, um jeden Tag zu ihren Arbeitsplätzen nach Freiburg zu fahren. Was dies für Auswirkungen auf den Verkehr in Freiburg haben wird, kann sich jeder vorstellen. Wir sprechen hier leider nicht von einem Einzelfall, sondern vom Regelfall in Freiburg.

Wer nicht das Glück hat geerbt zu haben oder einen sehr gut bezahlten Beruf hat, der braucht in Freiburg an bezahlbaren Wohnraum oder die an die Finanzierung einer Immobilie nicht zu denken. Mit Kindern schon gar nicht.

 Beim Neujahrsempfang der Stadt Freiburg bekräftigte Dieter Salomon seinen Rückzug von den Plänen zur Schaffung weiteren Wohnraums im Stadtteil Mooswald. Er hat sich mit seinem Entschluss eigenmächtig über die Entscheidung des Gemeinderates hinweggesetzt.

 Wir müssen uns hier ernsthaft die Frage stellen, ob angesichts oben beschriebener Tatsache, ein Oberbürgermeister mit dieser letztlich familienfeindlichen Einstellung, die richtige Wahl ist bei der kommenden OB-Wahl.

*Name geändert

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