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Von Mensch und Natur

Wie weit darf der Mensch in die Umwelt eingreifen? Müssen wir die Umwelt schützen oder müssen wir uns auch vor der Umwelt schützen? Wann überwiegen Bedürfnisse der Menschen dem Naturschutz?  Gehört der Mensch auch zur Natur?

 

Diese und viele weitere Fragen beschäftigen auch die FDP-Stadträte in Freiburg. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen sind auch Grundlagen für Entscheidungen, die getroffen werden. Dass wir die Natur bewahren und schützen müssen, steht außer Frage. Dass der Mensch ein Teil der Natur ist, ebenso. Dass der Lebensraum für Tiere erhalten werden muss, ist selbstverständlich. Dass auch der Mensch Lebens-„Raum“ braucht, genauso.

 

Ist es ökologisch vertretbar, versiegelte Flächen für Wohnraum zu entsiegeln? Nikolaus von Gayling: „Ja und Nein. Prinzipiell dürfen Naturschutzgebiete nicht einfach in Wohnflächen umgewandelt werden. Das ist klar. Dafür gibt es Gesetze, an die sich jeder halten muss. Wenn jedoch, wie im Fall Freiburg, Wohnraum knapp ist, muss man überlegen, welche Lösungen sowohl für Umwelt, als auch für den Menschen am verträglichsten sind. Macht es Sinn, dass in den Umlandgemeinden von Freiburg viele neue Wohngebiete entstehen, damit tausende Pendler jeden Tag mit dem Auto in die Stadt fahren? Ist diese Umweltbelastung nicht deutlich höher? Kann man Bürgern mit mittlerem und geringem Einkommen wirklich sagen, dass es für sie keinen bezahlbaren Wohnraum in Freiburg mehr gibt? Weil keine Grünflächen umgewandelt werden? Weil die natürlichen Bedürfnisse von Beißschrecken, Grashüpfer und Schnecken wichtiger sind? Gerade eine „Green-City“ wie Freiburg, darf die Bedürfnisse der Bürger nicht pauschal über die Bedürfnisse der Tiere und Pflanzen stellen. Von den finanziellen Folgen dieser Politik wollen wir erst gar nicht sprechen.“

 

Wir bewundern Biber, die Dämme bauen. Aber auch Menschen, die Häuser bauen.

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