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Auf Einzelhandel zugehen

Mit dem Wechsel an der Rathausspitze bietet sich die Chance, viele politische Neujustierungen vorzunehmen. Wir setzen darauf, dass unser neuer Oberbürgermeister, Martin Horn, die große Bedeutung des Einzelhandels erkennt und dieser künftig wieder mit Rückendeckung rechnen kann. Jahrelang haben neue Belastungen wie die Erhöhung der Gewerbesteuer oder die Einführung der Bettensteuer, aber auch andere Maßnahmen die Arbeit der Händler erschwert. Nicht zuletzt deshalb sind die Besucherzahlen in der Innenstadt rückläufig.
 
Der frisch gebackene FDP Stadtrat, Christoph Glück,, erklärt dazu: „Freiburg wandelt sich. Noch vor 20 Jahren konnte man viele inhabergeführte Freiburger Geschäfte auf der Kaiser-Joseph-Straße finden; heute sind sie größtenteils durch Filialisten ersetzt. Das Stadtbild in der 1A-Lage wird zunehmend austauschbar zu anderen Städte. Das ist schade, waren es doch gerade die kleinen Betriebe, die den Charme der Innenstadt ausgemacht haben. Diese Betriebe gibt es zum Teil immer noch in den 1B- und 1C-Lagen, die Zahl nimmt aber stetig ab. Zu hohe Mieten, zu hohe Gewerbesteuer und zu wenig Engagement der Stadtverwaltung erschweren das Leben der Einzelhändler.“
 
Die FDP-Stadträte fordern daher, dass die Stadtverwaltung auf die Einzelhändler zugeht, sich ihre Sorgen und Nöte anhört und daran arbeitet, die Innenstadt wieder attraktiver zu machen, damit die Händler auch gegen die Onlinekonkurrenz bestehen können. Die Einführung verkaufsoffener Sonntage, mehr kulturelle Veranstaltungen, eine Stärkung des Eventcharakters Innenstadtbesuch oder Verbesserungen im Mobilitätskonzept sind dabei wichtige Ansatzpunkte.
 
Einzelhändler und Gewerbetreibende gerade auch in der Innenstadt sind eine wichtige Stütze für unsere Gesellschaft und sorgen für Arbeitsplätze, Attraktivität und Prosperität. In Zukunft müssen wir dies wieder mehr in den Fokus nehmen.

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