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Neue Konzepte im ÖPNV – eine Seilbahn für Dietenbach?!

Dietenbach-Seilbahn

Auf den ersten Blick scheint es eine kuriose Idee zu sein, den Stadtteil Dietenbach via Seilbahn an das Netz der VAG anzuschließen. Bis dato war die VAG mit Ausnahme der Schauinslandbahn nur für Straßenbahn und Bus bekannt. Doch in die Zukunft und über die Stadtgrenzen hinausblickend wird schnell deutlich, dass Seilbahnsysteme durchaus eine sinnvolle Ergänzung darstellen können. So wird in München überlegt, über dem Frankfurter Ring ein Seilbahnsystem zur Verbindung zweier U-Bahnhöfe zu errichten, und in Berlin schweben die Gondeln bereits im Erholungspark Marzahn. In La Paz in Bolivien hingegen ist die Seilbahn buchstäblich eine tragende Säule des ÖPNV. Insgesamt zehn Linien spannen sich über die Stadt. Die blaue Linie bringt es auf rund fünf Kilometer Länge, mit insgesamt fünf Stationen und über 200 Kabinen. Diese sind übrigens barrierefrei und können auch mit Kinderwagen befahren werden. Erst jüngst am 10. März wurde eine weitere Linie feierlich in Betrieb genommen. Die Vorteile dieses Systems liegen auf der Hand: wenig Platz- und Flächenverbrauch und deutlich kostengünstiger. Zudem verursachen Seilbahnen keinen Stau durch Vorrangschaltungen und sie produzieren keinen Feinstaub und wenig Lärm. Die FDP-Stadträte können sich den Einsatz daher gut für den Anschluss des neuen Stadtteiles Dietenbach von der Paduaallee her mit entsprechenden Stationen und vielleicht sogar einer Weiterführung und Anschluss an den Stadtteil Rieselfeld vorstellen und haben daher eine entsprechende Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt.  Eine Brücke über den vierspurigen Zubringer für die Straßenbahn wäre nicht von Nöten und ein buchstäbliches Hineinschweben in den Stadtteil würde auch zu einem modernen und zukunftsweisenden Verkehrskonzept passen. 

Bild von MikesPhotos auf Pixabay

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