Vergangenheit ist Teil der Gegenwart. Brunnen auf dem Platz der Alten Synagoge

Ein Planschbecken als Mahnmal . „Die Plansch-Debatte zum Brunnen auf dem Platz der Alten Synagoge spaltet Freiburg. Was für den einen noch freundliche Annäherung ausdrückt, ist für den anderen schon Respektlosigkeit und Rüpelei.“ So ist es in der Badischen-Zeitung zu lesen.

Hand aufs Herz: Wenn mitten in Freiburg ein Mahnmal in Form eines Planschbecken hingestellt wird, darf man sich nicht wundern, wenn dieses benutzt wird. Wie viele Nutzer wissen denn über die Bedeutung des Brunnens als Mahnmal tatsächlich Bescheid? Genau: die wenigsten.  Wenn es schon gewünscht ist, dass dem Ort mehr Respekt entgegengebracht wird, dann muss aufgeklärt werden. Hier ist sicherlich Nachholbedarf.

Ferner ist es doch das Beste für das Mahnmal, dass genau das passiert, was passiert. Es rückt in die Öffentlichkeit. Selbst der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden ist der Meinung: „In diesem Fall ist das Wasserbecken Teil des Lebens auf dem Platz. Das sei kein Mahnmal, kein heiliger Ort, es ist vielmehr ein Zeichen, dass Judentum in Freiburg Teil der Gesellschaft ist“.

Patrick Evers: „Es ist doch schön zu beobachten, dass der Platz angenommen wird. Dass sich hier Menschen treffen und das Leben genießen. Auch hier gilt das Motto der Liberalen. Aufklären und Freiheiten schaffen, statt Vorschriften und Restriktionen. Zukunftsvisionen sind wichtiger als Vergangenheitsbewältigung. Es ist doch jetzt eine Steilvorlage für alle Beteiligten, dass der Platz so gut angenommen wird. Eine Chance die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen, um Aufklärung zu betreiben“.

Wir wünschen allen Freiburgern erholsame Sommerferien.

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